Rede!
Artist Statement
Die Welt besteht aus Teilchen, das Leben aus Zellen – und meine Kunst aus Pixeln. Jede einzelne Einheit zählt. Keine ist austauschbar, keine verzichtbar. Erst im Zusammenspiel entstehen Bilder, die sowohl im Ganzen wirken als auch im Detail Geschichten erzählen – so wie ich mir eine diverse Gesellschaft wünsche, in der alle ihren Platz haben.
Mich bewegt alles, was unser Leben prägt: die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Natur, jede tierische Begegnung, die mich glücklich macht, meine Liebe zu Filmen, Momente voller Licht und Schatten. Ich lebe vegan, weil jedes Lebewesen zählt – genauso wie jeder einzelne Pixel in meinen Arbeiten. Auch gesellschaftliche Entwicklungen, die mich beunruhigen, finden ihren Weg in meine Kunst: der wachsende Rechtsruck, die zunehmende Beschleunigung und das Gefühl, dass Wesentliches verloren zu gehen droht.
Ob klein, groß oder riesig: Jedes Unikat entsteht in Handarbeit, Pixel für Pixel – oder Perle für Perle – mit Pinzette gesetzt. Was außerdem alle Werke gemein haben: Ihre volle Wirkung entfalten sie erst mit Abstand. Aus der Nähe offenbart sich das Material, das zunächst roh, spielerisch oder alltäglich wirkt. Erst mit zunehmender Distanz fügt sich das Fragmentarische zu einem klaren, erkennbaren Bild. Dieses Spiel zwischen Nähe und Ferne, zwischen Detail und Gesamtheit, ist Teil meines künstlerischen Konzepts: Es fordert dazu auf, Perspektive zu wechseln – sowohl im Sehen als auch im Denken.
Was andere sagen
Presse & Medien
Siegener Zeitung vom 13.01.2026
Bericht über meine Nominierung zum Erna Suhrborg-Kunstpreis.
Kaum zu glauben! vom 10.08.2025 (ab 27:35 Min.)
Zu Besuch in Kai Pflaumes Show im NDR (Foto: NDR - Uwe Ernst).
Siegener Zeitung vom 08.08.2025
Interview zu meiner Teilnahme an der Quiz-Show „Kaum zu glauben!“ im NDR.
RTL West vom 15.01.2025
Kurzer Bericht über meine Kunst.
Lokalzeit Südwestfalen vom 17.12.2024 (ab 14:40 Min.)
Bericht über meine Pixel-Kunst, teils aus der Ausstellung in der IHK Siegen.
Siegener Zeitung aus September 2021
Kurzer Bericht über meine erste Ausstellung im frei:RAUM Siegen.
Zauberhaftes Sauerland vom 30.03.2024
Liebevoller Bericht im regionalen Lifestyle-Blog.
Vita
Etwas über mich
Ina Preuß, 1985 im schönen Sauerland geboren, fertigt seit 2016 Kunst aus Bügelperlen – Pixel für Pixel, Perle für Perle. Als gelernte Mediengestalterin und künstlerische Autodidaktin hat sie ihre „digitalen Pixel“ aus der Grafikwelt ins Analoge übersetzt – und ihnen eine neue, greifbare Form gegeben. Von Natur aus detailverliebt und „monkig“, zugleich eigentlich die Ungeduld in Person, hat sie im Pixeln ihre persönliche Form der Meditation gefunden. In jeder gesetzten Perle liegt ein Moment der Ruhe – und die Summe dieser Momente wird zum Bild. Nach drei Jahren mit zwei Full-Time-Jobs entschied sie sich 2019, „All-in“ zu gehen: raus aus der Werbeagentur, hinein ins selbständige Künstlerinnenleben. „Beste. Entscheidung. Ever!“, sagt sie heute.
Ihre Arbeiten sind geprägt von Naturverbundenheit, Liebe zu Tieren, einer Faszination für Popkultur – von Filmen, Spielen und Büchern bis hin zu Kunst – sowie einem wachen Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen. Sie lebt seit gut zehn Jahren mit ihrem Ehemann Moritz und Siamkatze Kira in Siegen.
Material
Analoge Pixel
Ich arbeite vor allem mit Bügelperlen – ein Material, das perfekt zum Retro-Pixel-Look passt und bei vielen sofort Erinnerungen und Emotionen weckt. Die Perlen sind haptisch, klar strukturiert und folgen einer geradlinigen Ordnung, die den Bildern ihre Präzision gibt. Dass sie aus Plastik bestehen, ist für mich als naturverbundener Mensch ein Widerspruch, mit dem ich mich bewusst auseinandersetze. Dieser Gegensatz zwischen Material und Motiv kann ein Werk sogar unterstreichen – etwa wenn es um Themen wie Artensterben oder Umweltzerstörung geht. Für großformatige Werke verwende ich bereits biologisch abbaubare Perlen und setze zunehmend auf Upcycling-Materialien. Hauptsache, sie sind klein, rund und vielzählig – denn erst im Miteinander entfalten sie ihre ganze Kraft.