Feed me!
„...and tell me I’m beautiful.“
Taubenfüttern ist in vielen Städten verboten – als würde man damit ein Problem erzeugen, das eigentlich längst da ist – und menschengemacht. Gleichzeitig leben Tauben genau in dem, was wir hinterlassen: Sie finden Nahrung in unserem Müll, in Resten, in dem, was wir nicht mehr sehen wollen.
Brot und Brötchen sind kein geeignetes Futter. Trotzdem ist genau das oft das, was ihnen gegeben wird – gut gemeint, aber falsch. Zwischen Fürsorge und Missverständnis entsteht eine Form von städtischer Gleichgültigkeit, die sich im Alltag kaum bemerkbar macht.
Für diese analoge Pixelarbeit habe ich Körnerfutter als Material verwendet – als Pixel, als Raster, als Bildträger. Etwas, das eigentlich verschwinden soll, wird sichtbar gemacht. Nicht als Symbol, sondern als Substanz. Die Taube bleibt dabei eine Figur zwischen Projektion und Realität: unerwünscht und gleichzeitig untrennbar Teil der Stadt. Sie ist nicht „außen“, sondern mitten im System aus Abfall, Überfluss und Verdrängung.
„Feed Me!“ verschiebt diesen Kreislauf nur minimal.
Das, was gegeben wird, wird Bild.
Das, was übersehen wird, bleibt bestehen.
Zwischen Zuwendung und Abwertung liegt kein Gegensatz, sondern ein Zustand, der sich täglich wiederholt – auf dem Boden der Stadt.
Mehr über unsere wundervollen Stadttauben erfährst du außerdem bei der Taubenhilfe Siegen, bei der ich ehrenamtlich aktiv bin – oder bei einem Stadttaubenverein in deiner Stadt.
Mit dem Kauf dieses Unikats spendest du automatisch 10 Euro an die Taubenhilfe Siegen e. V. – den Betrag gebe ich vom Kaufpreis gerne direkt weiter.
| Titel: | Feed me! |
|---|---|
| Format: | 40 x 30 cm |
| Material: | Taubenfutter (Mais, gelbe Erbsen, grüne Erbsen, Milo) auf Hahnemühle-Fineart-Papier |
| Jahr: | 2026 |
| Pixel: | 104 |
| Preis: | 150 € |